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Ein konventioneller Verbrenner unterscheidet sich oftmals nur unwesentlich von seinem elektrischen Verwandten. Innerlich jedoch sehr.

Nicht nur die andere Antriebsformen bringt viele neue, teilweise unbekannte Begriffe mit sich, die einem nicht immer geläufig sind oder man sich nicht ganz sicher ist was sie nun genau bedeuten.

Daher versuchen wir hier ein möglichst vollständiges Glossar zu erstellen welches immer wieder ergänzt wird um Sie auch hiermit umfangreich zu Informieren.

A

AC steht für Alternating Current und ist die englische Bezeichnung für Wechselstrom. Die Fließrichtung der Elektronen wechselt – also die Polung – 50 mal pro Sekunde (50Hz), daher auch der Begriff Wechselstrom. 

Im öffentlichen Stromnetz benutzt man AC, da sich die Spannung verlustarm verändern lässt und so für den Transport über große Distanzen von Vorteil ist. Somit kommt in den eigenen vier Wänden auch Wechselstrom aus der Steckdose.

Ein Akkumulator, auch Akku genannt, ist der „Tank“ eines jeden Elektroautos, speichert die elektrische Energie auf chemischer Basis und ist dabei wiederaufladbar. Durch die Aneinanderreihung von mehreren Zellen entsteht eine Batterie. Umgangssprachlich werden die Begriffe „Akku“ und „Batterie“ auch gleichbedeutend für einen „Energiespeicher“ verwendet.

Die Kapazität eines Akkus bezeichnet das Speichervolumen. Die Größe des „Kraftstofftanks“ bei einem Elektrofahrzeug wird in der Regel in Kilowattstunde (kWh) angegeben. Nicht zu nachverlässigen ist die Unterscheidung zwischen Brutto- und Nettokapazität. Einen Akku kann man nämlich nicht vollständig entleeren und ein gewisser Prozentsatz bleibt immer ungenutzt. Daher sollte man immer auf die Nettokapazität achten, die Bruttokapazität ist nur das theoretische Fassungsvermögen.

B

BEV steht für Battery Electric Vehicle also batterieelektrisches Fahrzeug. Elektrofahrzeuge werde oft auch nur als EV – Electric Vehicle – bezeichnet, was jedoch streng genommen nicht korrekt ist.

 

EV ist der Überbegriff für alle Fahrzeuge mit Elektromotor. Allen EVs gemein ist der reine E-Antrieb über einen oder mehrere Elektromotoren, als vom E-Scooter bis hin zu Brennstoffzellen-LKW. Die einen erhalten Ihren Strom aus Akkus, die anderen greifen auf Tanks sowie eine Brennstoffzelle zurück, die erst an Bord elektrische Energie erzeugt, diesen in einer Batterie zwischenspeichern und dann dem Antrieb zur Verfügung stellen.

 

Daher auch FCEV – Fuel Cell Electric Vehicle – für Fahrzeuge mit einer Brennstoffzelle. 

C

Combined Charging System oder die Kurzform CCS bezeichnet den Standard für das das Stecksystem moderner E-Autos. CCS ermöglicht das Laden sowohl mit Wechselstrom (AC) über Typ 2-Stecker sowie das Laden mit höheren Ladeströmen an Schnellladesäulen über Gleichstromladen (DC). Die kombinierte Ladedose setzt aus einem oberen Steckbereich für den Typ 2-Stecker mit maximal 5 Kontakten für 3-phasiges Wechselstromladen sowie 2 Kommunikationspins und dem unteren Bereich mit 2 Kontakten für das Gleichstromladen zusammen. 

Derzeit kann man über das CCS-System AC-Ladeleistungen mit bis zu 22 kW und DC-Ladeleistungen mit bis zu 350 kW realisieren. 

Das Schnellladesystem Chademo ist ein japanischer Standard.

Die Ladeleistung beträgt meist ca. 50 kW und prinzipiell sind auch höhere Ladeleistungen möglich.  Chademo Anschlüsse in Fahrzeugen werden in Deutschland nur noch von Nissan und Mitsubishi angeboten. In Europa setzt man auf den CCS Standard für das Schnellladen und somit findet man in neu vorgestellten Elektrofahrzeuge das Chademo-System nicht mehr. 

Immer mehr Schnellladesäulen bieten auch kein Chademo-Ladekabel mehr an!

D

DC steht für Direct Current und wir mit Gleichstrom aus dem Englischen übersetzt. Hier fließt elektrischer Strom in gleichbleibender Richtung und wechselt nicht 50mal pro Sekunde die Richtung, wie beim Wechselstrom.

Gespeicherte Energie in Batterien und Akkus in Form von Gleichstrom zur Verfügung, aber auch Photovoltaikanlagen liefern z.B. DC.

E

Das Kennzeichen für Elektroautos kann seit 2015 beantragt werden und soll ein Elektroauto als solches erkennbar machen.

Ein E-Kennzeichen erhalten nur Fahrzeuge die

  1. eine elektrische Mindestreichweite von 40 Kilometern (ab dem Jahr 2022: 60 km) haben oder
  2. höchstens 50 Gramm CO₂ pro Kilometer emittieren

Das E steht immer am Ende der Buchstaben-Nummern-Kombination.

Als Elektroauto definiert das Bundesministerium für Verkehr und Infrastruktur 

  1. reine Batterieelektrofahrzeug (Battery Electric Vehicle – BEV)
  2. von außen aufladbaren Hybridfahrzeugen (Plug-in-Hybrid Vehicle – PHEV)
  3. Brennstoffzellenfahrzeuge (Fuel Cell Electric Vehicle – FCEV)

F

Als zukünftige Batterietechnologie wird meist die Feststoffbatterie genannt. Diese gilt als temperaturbeständig sowie sicher, ihr fehlt der flüssige Elektrolyt.

Somit benötigt sie keine Kühlung und bei gleicher Größe soll die Feststoffbatterie eine etwa doppelt so große Energiedichte besitzen wie die heute üblichen Lithium-Batterien.

Die Folge: deutlich höhere Reichweiten.

In Brennstoffzellenfahrzeug wird Wasserstoff mit Hilfe von Luftsauerstoff in Wasser umgewandelt. Durch diese chemische Reaktion wird elektrische Energie freigesetzt, die wiederum einen Elektromotor antreibt. Außer Wasser produziert ein Brennstoffzellenfahrzeug keinerlei Abgase und somit auch kein klimaschädliches CO2.

Der Treibstoff für ein FCEV lässt sich sehr einfach mittels erneuerbarer Energien wie Wind- oder Wasserkraft gewinnen und ist nicht endlich. Allerdings: Bis dato arbeiten die großen Automobilkonzerne an solchen Fahrzeugen nicht sehr erfolgreich, um eine massentaugliche FCEV-Technologie auf den Markt zu bringen.

Als Stolperstein erweisen sich vor allem die hohen Produktionskosten, denn in Brennstoffzellenautos steckt u. a. Platin: eines der teuersten Edelmetalle überhaupt. Zudem benötigt man Energie, um den Wasserstoff zu produzieren, die man besser direkt einem Akku zuführt und nicht zuvor mit hohen Verlusten in einem Wasserstofftank lagert. 

G

Das GPS ist ein globales Positionsbestimmungssystem und arbeitet über Satellitenortung. Es ist aus dem Alltag nicht mehr wegzudenken und wir nutzen es z.B. in Navigationssystemen bei der Routenplanung, bei der Suche nach der nächsten Ladesäule oder einem Restaurant in der Nähe.

H

Ein Hybridfahrzeug kombiniert ein elektrisches mit einem konventionellen Antriebssystem und verfügt sowohl über einen Verbrennungs- als auch einen Elektromotor.

High Power Charger (HPC) oder Ultraschnellladestationen bieten Ladeleistungen von 150 bis 350 kW und sind an festmontierten Ladekabel erkennbar, die mit einer Kühlung um das Ladekabel und Ladestecker versehen sind. Deshalb sind diese auch steifer und schwerer. Wie viel von dieser Ladeleistung genutzt werden kann, bestimmt letztlich das Elektrofahrzeug welches oftmals zwischen 100 und 270 kW Ladeleistung beziehen kann.

Das HPC-Netz ist in den letzten Jahren entlang den Autobahnen und in den Städten rapide gewachsen.

Der lateinische Begriff „hybrid“ bedeutet „von zweierlei Herkunft“ oder „aus Verschiedenartigem zusammengesetzt“.

In der Mobilität meint Hybrid eine Mischform aus zwei Antriebstechnologien und wird von einem Elektromotor und einem Verbrennungsmotor angetrieben. Beiden Kraftquellen im Auto spielen dabei intelligent zusammen. Ein Vollhybrid setzt je nach Geschwindigkeit automatisch den optimalen Antrieb ein.

Beim Vollhybriden Fahrzeug ist kein Laden durch die Steckdose möglich. Bei den Plug-in-Hybriden (PHEV) Fahrzeugen hingegen kann die Batterie zusätzlich über eine Wallbox oder Ladesäule geladen werden.

I

Induktives Laden bedeutet kontaktloses Laden. Dabei wird Energie mittels hochfrequenter Wechselströme drahtlos übertragen um ein Elektroauto durch Ladeelemente in der Fahrbahn, auf Parkplätzen oder Garagen mit Energie zu versorgen.

Diese Technik kennt man bereits bei Mobiltelefonen oder elektrischen Zahnbürsten, beim Kraftfahrzeug ist sie noch nicht standardisiert und man arbeitet an der Serienreife.

 

K

Kilowatt ist die Maßeinheit von Energie und gibt die Leistung von Motoren oder auch die Ladeleistung von Ladestationen an.

Beschreibt die elektrische Arbeit pro Stunde. In der Elektromobilität wird auch der Energieinhalt der Antriebsbatterie in Kilowattstunden angegeben und der Stromverbrauch des Fahrzeuges wird in kWh pro 100 Kilometer gemessen.

L

Hierunter versteht man die elektrische Leistung in Kilowatt (kW) mit der eine Batterie geladen wird. Beim Laden an Wechselstrom (AC) ist die Ladeleistung im Regelfall gleichbleibend und wird erst kurz vor Ende des Ladevorgangs reduziert.

Beim Laden an Gleichstrom verändert sich die Ladeleistung in Abhängigkeit vom jeweiligen Lade- und Temperaturzustand der Batterie und weiteren Faktoren wie z.B. die Ladekurve.

Als Ladekurve wird der Verlauf der Ladeleistung über dem Ladezustand bezeichnet. Gerade beim Schnellladen auf längeren Reisen ist die Ladekurve interessant, denn mit zunehmendem Ladestand reduziert das Batterie-Management die Ladeleistung. Je höher und konstanter die DC-Ladekurve ist, umso langstreckentauglicher ist ein Elektroauto.

M

Ein MHEV kann zwar nicht rein elektrisch fahren, spart jedoch mit elektrischer Unterstützung Kraftstoff. Der Elektromotor schaltet sich in Fahrsituationen hinzu, in denen besonders viel Kraftstoff verbraucht wird und unterstützt den Verbrennungsmotor z.B. beim Anfahren oder Beschleunigen. Man spricht von einer Kraftstoffeinsparung von bis zu 0,4L pro 100km.

Das Aufladen der Batterie erfolgt nur durch Rekuperation, also durch die Rückgewinnung von Energie beim Bremsen, welche dann meist in einer 48V Batterie gespeichert wird. Ein „normales“ Hybrid-Fahrzeug oder Elektroauto verfügt über 400V Hochspannungskomponenten, die besonders geschützt sind.

N

Ist die Abkürzung für Neuer Europäischer Fahrzyklus und wurde 1992 eingeführte. Jedoch ist das Verfahren zur Messung von Kraftstoffverbrauch und Emissionen inzwischen überholt und wurde durch das aktuell gültige Kfz-Prüfverfahren WLTP (Worldwide Harmonized Light-Duty Vehicle Test Procedure) ersetzt.

O

Von One-Pedal-Feeling spricht man sobald der Fahrer nur den Fuß vom „Fahrpedal“ nimmt und man eine deutlich spürbare Verzögerung (die Rekuperation) einsetzt. Somit kann man E-Autos die über diese Funktion verfügen quasi mit nur einem Pedal (engl. one pedal) fahren. Die mechanische Bremse wird beim vorausschauenden Fahren nur noch für stärkeres Bremsen oder für eine Notbremsung benötigt.

P

Ein Plug-in Hybrid Electric Vehicle (PHEV) verfügen über einen Elektro- und einen Verbrennungsmotor.

Die Batterie kann, wie bei reinen Elektrofahrzeugen, über einen Stecker aufgeladen werden (engl. to plug in = einstecken) und hat eine Reichweite von etwa 30 bis 80 Kilometern. Da der Plug-in-Hybrid rein elektrisch fahren kann zählt er als Elektroauto und unter bestimmten Voraussetzungen wird er gefördert.

R

Ein Range Extender (auch REX oder REEV) ist ein kleiner Benzinmotor, der über einen Generator Strom für den Elektromotor erzeugt, so die Batterie für die Weiterfahrt etwas auflädt. Der Benzinmotor kann das Auto nicht direkt antreiben und ist nur für eine kurze Erweiterung der Reichweite gedacht. Quasi eine Notlösung, falls man die Ladesäule nicht rechtzeig erreicht.

Rekuperation – vom lateinischen Wort recuperare, „wiedererlangen“ – bedeutet „Rückgewinnung“ und beschreibt die Energierückgewinnung beim Bremsen.

Während des Bremsvorgangs wird der Elektromotor zum Generator und erzeugt Energie, welche in die Batterie zurückgeführt wird. Es ist selbstredend das sich die Rekuperation positiv auf den Stromverbrauch auswirkt und man so einen bis zu 20 Prozent geringer Energieverbrauch erzielen kann.

 

Übersetzt bedeutet Radio Frequency Identification, Identifizierung mit Hilfe elektromagnetischer Wellen, oder wesentlich einfacher Funkerkennung. Mit Hilfe von Radiowellen werden Daten kontaktlos gelesen und gespeichert. Diese Technologie wird u.a. bei E-Ladestationen zur Ladefreigabe und Abrechnung genutzt. RFID Chips werden auch in der Zugangskontrolle eingesetzt, im Sport werden sie als Rundenzähler verwendet oder in Geschäften als Diebstahlsschutz für hochwertige Ware.  

S

ist der Kennwert einer Batterie, welcher den Ladezustand in Prozent im Vergleich zum vollgeladenen Zustand der Batterie beschreibt. Da durch den Batterie-Hersteller die nutzbare Kapazität im Vergleich zur verbauten Kapazität oft eingeschränkt wird, wird der SOC meist im Verhältnis zur nutzbaren Kapazität angegeben, welche im Batterie Management System (BMS) hinterlegt ist und auf der Ladezustandsanzeige des Fahrzeugs angezeigt wird.

Bezieht sich auf den „Gesundheitszustandes“ eines Akkus. Wie vieles unterliegen Batterien einem nicht zu verhindernden Alterungsprozess, durch welchen sich deren Kapazität und somit Leistungsfähigkeit verringert.

Der Begriff „State of Health“ beschreibt als Kennwert einer Batterie diesen Zustand im Vergleich zu dessen Nennwert und wird in Prozent angegeben. Ein SoH von 90 % bedeutet beispielsweise, dass eine Batterie im Vergleich zu dessen Ursprungskapazität von z.B. 100 kWh nur noch über einen Energiegehalt von 90 kWh verfügt.

W

Spezielle „Steckdose“ für Elektrofahrzeuge zum Aufladen und meistens an einer Wand angebracht. Wallboxen ermöglichen eine höhere Ladeleistung als herkömmliche Haushaltssteckdosen: einphasig mit bis zu 4,6 kW und dreiphasig mit bis zu 22 kW.

Wallboxen unterscheiden sich durch Ausstattungsmerkmale wie Energiezähler, Zugangskontrolle oder auch Connectivity und Möglichkeiten in Verbindung mit einer PV-Anlage zu betreiben. Ladeeinrichtungen mit einer Ladeleistung bis 11 kW sind beim Netzbetreiber anzumelden, über elf kW Ladeleistung sind sie genehmigungspflichtig.

Wechselstrom ist elektrischer Strom, dessen Richtung sich periodisch ändert. AC steht dabei für Alternating Current, also „abwechselnder Strom“.

Z

Eine Batterie wird geladen und entladen, dies geschieht in Zyklen. Für eine lange Lebensdauer muss die Batterie eine hohe Zyklenfestigkeit verfügen und eine entsprechend hohe Anzahl an Lade- und Entladezyklen verkraften, ohne dass sich die Eigenschaften der Batterie merklich verschlechtern.

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